Was ist dein Jugendwort des Jahres 2025?
Es ist wieder so weit: Die Sprachwelt dreht mal wieder komplett am Rad, denn Langenscheidt kürt das Jugendwort des Jahres 2025.
Und ob man's feiert oder eher cringe findet, eins ist klar: Hier wird ordentlich slanggedroppt. Von Wörtern, die man schon 1000-mal auf TikTok gehört hat, bis zu Ausdrücken, die sogar deine Oma jetzt plötzlich kennt. Wir zeigen euch, welche 10 Jugendwörter zur Auswahl stehen. Mitmachen bei der Abstimmung kannst du auf www.langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres.
"Rede"
Bedeutung: Leidenschaftliche Zustimmung – ähnlich wie Applaus mit Worten. Der Ausdruck wird laut gerufen, wenn jemand genau das sagt, was alle denken oder fühlen. Es ist ein deutliches „Ja, genau!“, das andere unterstützen soll. Besonders in Gesprächen wird „Rede!“ genutzt, um solchen Aussagen Nachdruck zu verleihen und zu zeigen: „Sprich weiter, du hast recht!“
"Digga(h)"
Bedeutung: Umgangssprachliche Anrede für Freund, Kumpel, Bro - manchmal auch neutrale Ansprache. Ursprünglich aus dem Hamburger Raum. Beispiel: „Was geht ab, Digga?“
"Sybau"
Bedeutung: Sybau ist eine Abkürzung für „Shut your bitch ass up“ und taucht häufig in Videos oder Kommentarspalten auf. Während ältere Generationen vielleicht „Halt die Fresse“ sagten, wird „sybau“ oft mit Ironie und einem gewissen Augenzwinkern verwendet – weniger aggressiv, mehr als witziger Spruch.
"das crazy"
Bedeutung: „Das crazy“ wird oft benutzt, wenn einem die Worte fehlen oder man nicht viel sagen möchte. Der Ausdruck eignet sich, um überrascht, neutral oder einfach höflich zu reagieren – selbst wenn man eigentlich nichts Konkretes beitragen will. Ähnlich wie „Aha, cool“ oder „Okay“ hält er das Gespräch am Laufen, ohne viel zu sagen.
"tuff"
Bedeutung: „Tuff“ ist Slang für etwas, das richtig beeindruckt – also „krass“, „stark“ oder „cool“. Egal ob Style, Talent oder Aktion: Wenn etwas besonders heftig oder überzeugend ist, sagt man „tuff“. Ein echtes Lob mit Street-Vibe.
"tot"
Bedeutung: „Tot“ beschreibt eine Situation, die unangenehm, peinlich, langweilig, uncool oder einfach komplett daneben ist. Es steht für den Moment, in dem etwas völlig unpassend oder „cringe“ wirkt.
Beispiel: Du bist mit Freundinnen auf ’ner Party, keiner redet, Musik leise, alle starren aufs Handy – tot.
"checkst du"
Bedeutung: „Checkst du“ ist die moderne Form von „Verstehst du?“ und wird oft am Satzende verwendet, um zu betonen, dass man verstanden werden will. Meist geht es darum zu prüfen, ob das Gegenüber wirklich zuhört oder begreift, was gesagt wurde.
"Schere"
Bedeutung: „Schere“ stammt ursprünglich aus der Gaming-Szene und steht sinnbildlich für: „Mein Fehler!“ Statt Ausreden zu suchen, bekennt man sich humorvoll zur eigenen Schuld – man „hebt die Schere“. Ähnlich wie im Fußball die Hand nach einem Foul, ist es ein digitales Zeichen für Einsicht und Fairness. Wer Mist baut und dazu steht, sagt einfach: „Schere.“
"lowkey"
Bedeutung: „Lowkey“ bedeutet so viel wie „ein bisschen“, „heimlich“ oder „zurückhaltend“. Man benutzt es, wenn man etwas zugeben will, aber nicht zu deutlich – quasi im Stillen oder mit leichter Zurückhaltung.
Beispiel: „Lowkey ich feier das Lied schon.“ → Ich finde das Lied ganz gut, will's aber nicht zu sehr betonen.
"goonen"
Bedeutung: „Goonen“ ist ein Slangbegriff, der ursprünglich für exzessive Selbstbefriedigung und stundenlanges Schauen von Pornos steht. Der Begriff beschreibt eine Form der dauerhaften sexuellen Stimulation, die mit einer Art Dopaminrausch verbunden ist. Inzwischen wird „goonen“ auch allgemeiner verwendet, meist humorvoll oder provokant, bleibt aber eng mit übertriebener Reizüberflutung und Suchtverhalten verknüpft.
Hinweis: Laut dem Langenscheidt-Gremium gehört auch Sexualsprache zur Jugendsprache – mit der Warnung: Übermäßiges „Goonen“ kann das Belohnungssystem beeinflussen und das Verhältnis zur eigenen Sexualität negativ prägen.
Was ist dein Jugendwort 2025?
Abstimmen kannst du auf www.langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres